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Wander- und Hundeglück

Wandern mit Hund: Tipps und Tricks

Wer seine Wandertour gut vorbereitet, muss mit weniger unliebsamen Überraschungen rechnen. Hundetageskarte, Angstfälle und Leckerli­-Automat – wir schaffen einen Überblick.

Christine Nydegger und Mischlingshündin Tapas

Alter

Hunde werden schneller alt als Menschen. Als Beispiel: Tapas ist acht Jahre alt. Gemäss der Alterstabelle wäre sie als Mensch nun bereits 56 (Hundealter mal sieben). Aber das gilt nicht linear. Die grösste Abweichung vom Koeffizienten sieben gibts im Hunde alter von zwölf Monaten – als Mensch wäre das Tier dann bereits 14 Jahre alt. Der Umrechnungssatz nimmt mit dem Alter des Hundes ab. Und: Kleine Hunde leben länger als grosse, so die Faustregel. Tapas ist so gross wie ein Labrador Retriever. Seine Lebenserwartung wird mit zehn bis vierzehn Jahren angegeben. Das heisst, im bevorstehenden Jahr sollten altersmässig noch mittellange Touren möglich sein. Hunde erreichen ihre beste Form in der Regel zwischen drei und fünf Jahren.

Mischlingshündin Tapas und Chefin Christine Nydegger warten auf dem Sofa

Angst

Ja, es gibt Leute, die grosse Angst vor Hunden haben. Das müssen alle Halter wissen und akzeptieren. Der Hund seinerseits merkt das sofort, denn Menschen mit Angst riechen für ihn ganz anders als solche ohne. Das heisst für die Chefin: Fixiert mein Hund mit seinem Blick einen Mann oder eine Frau, ist er sofort zurückzurufen und anzuleinen. Das ist die Regel. Aber man ist ja nicht immer nur aufmerksam, manchmal geht man sinnierend durch die Natur. Was kann jemand mit Hundeangst tun, wenn ein frei laufender Hund auf ihn oder sie zukommt? Stehen bleiben, den Hund am besten nicht anschauen und sich bei der Hundehalterin bemerkbar machen. «Können Sie bitte ihren Hund zu sich nehmen, ich habe Angst», sollte eigentlich ausreichen für eine Reaktion auf der anderen Seite. Es braucht in solchen Fällen keine Gehässigkeiten, weder hüben noch drüben.

Mischlingshündin Tapas und Christine Nydegger im Wald

Wege

Auf Wanderwegen mit gelben Wegweisern und Markierungen sind Wanderer mit Hunden ohne Probleme unterwegs. Auf den weissrot markierten Bergwegen aber könnten Leitern oder etwas schwierige Passagen über Felsbänder vorkommen und den Vierbeinern den Weg versperren. Darum braucht es Informationen über die geplante Route. Zum Beispiel ein Telefongespräch mit dem betreffenden Tourismusbüro, oder man sucht online eine Wegbeschreibung. Sollte es trotzdem einmal brenzlig werden, bitte lieber einmal mehr umkehren, als etwas zu erzwingen. Dem Menschen und dem Hund zuliebe.

Hier gehen Sie auf Wanderung mit Christine Nydegger und Hündin Tapas.

Christine Nydegger und MIschlingshündin Tapas kehren ins Hotel Ofenhorn in Binn VS ein

Es gibt viele hundefreundliche Hotels – so wie das «Ofenhorn» in Binn VS, wo Christine Nydegger und Tapas einkehren.

Hotels

Wer in Hotels oder Berghotels übernachten will, muss sich vorher erkundigen, ob das mit einem Hund möglich ist. Die Erfahrung zeigt, dass viele Hotels im Berggebiet das gerne zulassen. Etliche der Listen, die im Internet zu finden sind, lassen das zwar nicht erahnen. Doch fragt man bei den Hotels gezielt an, so ist die Auskunft in den allermeisten Fällen positiv. Es gibt Hotels mit Hundezimmern, also Unterkünften, die sie an Mensch und Hund vermieten. So können die Hotels sicherstellen, dass andere Gäste, eventuell gar mit einer Hundehaarallergie, nicht in einem Zimmer landen, in dem vorher ein Hund übernachtet hat.
www.hundehotel.info

Text: Christine Nydegger

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Dieser Artikel erschien in der Schweizer BergLiebe #3 Sommer 2019

Cover Schweizer BergLiebe #3 Sommer 2019
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Stichworte: Wandern